PROJEKTE UND AKTIONEN

JAGD NACH GLÜCK - ideale BEUTE (2022)

Mitmachprojekt/Installation bestehend aus ca. 80 Karten, Siebdruck und Stifte auf Graupappe.

 

In der Frühzeit waren wir Wildbeuter, also Jäger und Sammler. Auch nach der Sesshaftwerdung,
welche nach der Eiszeit vor circa 10.000 bis 7.000 Jahren erfolgte, treiben uns noch immer die steinzeitlichen Urinstinkte in Form unseres Konsumverhaltens -jagen und sammeln- um. 
Allerdings geht es heute weniger um das Thema „überleben", als um das „sich ausleben".
Ironischerweise wird  der letztere Aspekt wieder zum ersteren führen, wenn es durch den unbändigen, unreflektierten Konsum zum menschengemachten Klimawandel kommt.
Auch das weniger beachtete Artensterben wird - wenn sich an unserem Konsumverhalten
nichts ändert - erhebliche Auswirkungen auf unsere Ernährung und biologische Vielfalt haben.    

Ungefähr 80 mehr oder weniger verschiedene Antworten auf die Frage „Wie sieht deine/ihre ideale Beute aus?" Als Reflexion und Anregung gedacht. Ein exemplarischer Ausschnitt aus meinem persönlichen Umfeld bzw. dem Kontext der Ausstellung „Zeitgenössische Kunst zur Eiszeitkunst V".  

 

Im Vorfeld der Ausstellung wurden 30 Zitate zum Thema -ein Zitat pro Tag- auf Instagram und Facebook veröffentlicht. In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz herzlich bei Dr. Bettina Kunz, Dr. Florian Härle, Peter Scholz, Susanna Koivunen sowie Vera Meuret für die  wertvollen Anregungen und Unterstützung  bedanken. Die abgebildeten Antworten sind ein Teil des Ganzen. Aus Platzgründen kann hier nicht alles (vor allem das umfangreiche Bildmaterial) gezeigt werden. Eine Publikation des gesamten Projektes ist aber in Planung. 

 

Die untenstehende E-Mail von Dr. Frank Brunecker bildete den Start der Rückmeldungen. 
Weil diese profunde Antwort nicht auf eine Karte passte, wird sie hier veröffentlicht. 

 

Von: Brunecker, Frank
Gesendet: Dienstag, 30. August 2022 17:14

Gern. Aber meine Antwort kann nur verklausuliert ausfallen.

Ich habe einmal mit Prof. Nicholas Conard darüber gesprochen, ob man auch für die Schwäbische Alb die altsteinzeitliche Jagd auf Mammuts annimmt. Er hat das bejaht, obwohl es keine Beweise dafür gibt. (Die gibt es andernorts.) Weil man auf der Alb so viele Elfenbeinfunde macht, hält er die Mammutjagd für wahrscheinlich. Ich versuchte danach, mir vorzustellen, wie das vonstattengegangen sein kann. Das Risiko war enorm. Sie müssen über meterlange Lanzen verfügt haben, die sie mit den Enden in den Boden rammten, um ein herangaloppierendes Mammut aufzuhalten. Und sie müssen so geschickt gewesen sein, dies nur in günstigem Terrain (auf sumpfigem Boden mit dichtem Bewuchs) zu wagen.

Und dann konnten sie einen so riesigen Kadaver nie vollständig verwerten. Unmengen Fleisch müssen verdorben sein. Mit Nachhaltigkeit hatte das nichts zu tun, eher mit Konsum oder Abenteuerlust. Ein Mammut war die größtmögliche Beute und Herausforderung.

Auch von den Massai wissen wir, dass sie Löwen mit Speeren erlegen, damit sie zu Trophäen der Mannbarkeit werden.

Und von Amerika wissen wir, dass die dortige Megafauna nur einige wenige Jahrtausende, nachdem der Mensch über die Beringstraße eingewandert war, verschwand. In Australien und auf Neuseeland geschah Ähnliches. Auch in Europa gab es schon lange vor dem Ende der Eiszeit keine Mammuts, Löwen und Fellnashörner mehr. Edle Wilde sind eine romantische Legende. Niemals lebte der Mensch im Einklang mit der Natur.

 

Ideale Beute?

Das Wort „Beute“ bedeutet mittelhochdeutsch „Tausch“. Das klingt nach, wenn Imker den Bienenstock Beute nennen. Der Imker bietet dem Bienenvolk eine Behausung an und tauscht dafür Honig ein. Auch wenn das etwas beschönigend ist, denn viele Imker beuten ihre Bienen aus (weil sie zu viel Honig entnehmen).

Trotzdem könnte in diesem Tauschgedanke unser geläutertes Verhältnis zur Natur stecken. Schließlich leben wir in und von der Natur. Wir können nicht anders. Aber wir erbeuten sie nicht, sondern wir tauschen bei ihr die für uns notwendigen Lebensmittel ein und bieten ihr dafür unseren Schutz vor menschlicher Ausbeutung. Half the World hat E.O. Wilson gefordert. Wir sollten die Hälfte der Welt einfach in Ruhe lassen.

 

Illusorisch?

Momentan bestimmt. Aber wenn Hunger und Armut weltweit besiegt sind, wenn die Weltbevölkerung sich wieder verringert und wenn uns ein Katastrophenjahrhundert aus Klimakrise und Artenkrise Mores gelehrt hat, dann treten wir womöglich in eine mündige Beziehung mit der Natur ein. Dann verstehen wir die Natur womöglich als gleichberechtigten Tauschpartner. Nicht fressen und gefressen werden. Sondern nehmen und geben. Und leben und leben lassen.

LG

Frank Brunecker

Museumsleiter

ALTE SÄCKE/SCHÖNER LEBEN MIT ANDI (2022)

Salla Kuhmo & Peter Scholz, 40 x Siebdruck auf Baumwolle (alte Säcke)

Recycling & Upcycling:
40 Alte ausrangierte Säcke wurden anlässlich und während des Uttenweiler Symposiums (8.-11.9.2022) mit acht verschiedenen Sprüchen von Andi Kluge bzw. Joseph Beuys mithilfe des Siebdrucks bedruckt. Kleines Bild: Installation der Säcke vor Ort in Uttenweiler auf dem Gehöft von Astrid Grützner und Bruno Maurer. Später wurden die Säcke zu Kissenbezügen - ganz nach dem Motto: Schöner leben mit Andi - umgearbeitet. 

Demnächst gibt es hier noch einen Film zur Künstlerfigur Andi Kluge (1958-2021) zu sehen...

umwelt projekt: Rettet nicht nur das Honigbrot! (2022)

 

In die Umsetzung kommen – Den Insekten und uns helfen!

07.07.22 – 09.10.22  Museum Biberach 

Bildungspartnerschaft Schule-Museum 

 

Am Donnerstag, 07.07.2022 war es bunt im Museum Biberach. 
Präsentiert wurde das Umwelt-Projekt: „Rettet nicht nur das Honigbrot“ der Kunstprofilklasse 8 CD (Lehrkraft: Salla Kuhmo-Winkler) inklusive 

Ausstellungsintervention in der Naturkundeabteilung des Museums! 

 

Kulturparcours –
Rettet nicht nur das Honigbrot!

 

Am 16. September 2022 fand der Kulturparcours in Biberach/Riss statt. Einige Schülerinnen aus den Kunstprofilklassen 9 und 10 des Wieland-Gymnasiums haben in Form einer Performance oder eines Kunstheftes an dieser Veranstaltung  im Museum Biberach mitgewirkt. Nach einer informativen Einleitung von Lisa Lütjens-Kresse (Museum Biberach) sprach Shari Jäger eindrücklich vom Insektensterben, während Laetitia Balandis sich tiefgreifende Gedanken über die Zukunft eines Babys namens Bruno – stellvertretend für alle Babys – machte. Martina Rätz (Abi 2021) resümierte über einen noch intakten Ort in Frankreich – mit vielen Schmetterlingen und Wildblumen – um schlussendlich zum Fazit zu kommen: "Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt." (Mahatma Gandhi). Des Weiteren gab es noch Kunsthefte zum Thema Insektenschutz; Anne Mey und Angelika Kuckuck stellten diese den Besuchern vor. Zu guter Letzt gab es noch „Treebombs“ mit heimischen Obstbaumkernen zum einpflanzen und Cracker mit Brennnessel Pesto, welche durch Gwendolyn Heubaum und Salla Kuhmo-Winkler an das interessierte Publikum verteilt wurden. Ein insgesamt sehr gelungener Abend mit starken Performances und zahlreichen inspirierenden Gesprächen. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.

 

 

Konzept, Text und Foto: Salla Kuhmo-Winkler  


GEMEINSAM gegen das Artensterben
und die Klimakrise!


Ich bin Salla und komme aus Nordfinnland. Dort gibt es einen gleichnamigen Ort. Es ist der kälteste Ort in Finnland. Salla hat sich für die Ausrichtung der Sommerolympiade für das Jahr 2032 beworben. Aus Protest. Weil es immer wärmer wird auf unserem Planeten. Vor allem in den Polarregionen. Wie in Salla. Daran sind wir Menschen bewiesenermaßen schuld. Daher lautet das Motto der Menschen in Salla: »Save Salla!«

 
Mein Vater war Jäger. Elche waren seine Lieblingsbeute. Früher haben wir fast jeden Tag Fleisch gegessen. Vor allem Elchfleisch. Ich esse noch immer gerne Fleisch! Vor allem Rindfleisch. Und Butter mag ich auch!

Leider wahr: Die in den späten 1960er Jahren eingeführte Massentierhaltung ist einer der größten Beschleuniger des Klimawandels. Zwischen den späten 1960er und den späten 1990er-Jahren hat sich die Konzentration von Methan und Stickstoffdioxid, welche bei der Massentierhaltung vor allem durch Kühe entstehen, in der Atmosphäre insgesamt stärker erhöht als in den 2000 Jahren davor.

Was sagt uns das?
 Butter und Rindfleisch zählen zu den schlimmsten Klimakillern, denn ihre Produktion erzeugt Unmengen von CO2-Äquivalenten, die schuld an der Erhitzung unseres Planeten sind! 
Wie kommt das? Die Tiere, vor allem Kühe, stoßen wie bereits erwähnt, viele CO2-Äquivalente aus[1]. Um diese Tiere zu ernähren wird eine Menge großer Flächen benötigt. Diese agrarwirtschaftliche Waldrodung verursacht inzwischen 15 % der weltweiten 
CO2-Emissionen, weil die verbrannten Bäume das in ihnen enthaltene CO2 durch den Verbrennungsvorgang freisetzen. Zudem können sie nicht mehr das in der Luft enthaltene CO2 speichern. Doppelt schlecht fürs Klima.
Auch verlieren hierdurch viele Tiere wie Vögel und Insekten ihr Zuhause. Darüber hinaus wird für die Fleischproduktion enorm viel Wasser benötigt, was wiederum zusammen mit der Erhitzung des Planeten für Verödung von ganzen Landstrichen und für Ernteausfälle sorgt.
Zur Veranschaulichung: Für ein Kilo Rindfleisch werden bis zu 16 000 Liter Wasser benötigt, während für ein Kilo Karotten um die 130 Liter ausreichen. Das ist natürlich ein Extrembeispiel, aber so ist es eben mit Rindfleisch: Es schmeckt extrem lecker und ist extrem schlecht für unseren Planeten, das Klima und die Artenvielfalt.

DAS KANN ICH KONKRET TUN:

Das erfreuliche an CO2-Äquivalenten wie Methan ist, dass sie im Vergleich zu CO2 recht schnell wieder aus der Atmosphäre verschwinden. Um genauer zu sein: Methan benötigt »nur« zwölfeinhalb Jahre, um sich wieder vollständig zu zersetzen. Also kann hier recht schnell etwas bewirkt werden und das ist natürlich super, nicht nur für Salla!

Wenn ich die normale Butter durch vegane Butter ersetze - die übrigens fast genauso schmeckt - und das Rindfleisch bzw. Fleisch ganz oder zumindest teilweise weglasse, kann ich schon einiges gegen die Erhitzung unseres Planeten und auch gegen das Artensterben unternehmen. Wir sind alle Gewohnheitstiere: neue Gedanken und Gefühle bilden neue Gewohnheiten aus!
Auch habe ich, weil ich mich ja wirklich für dieses sehr existenzielle Thema engagieren möchte, den Verzehr von Milchprodukten reduziert. Zudem meinen Flug- und Kleiderkonsum,
der ebenfalls schädlich für den Planeten ist, unter die Lupe genommen. Zwischenzeitlich
– seit mehreren Jahren schon– fliege ich weitaus weniger und konsumiere bewusst,
überwiegend Second Hand, Regional und Bio.

Mein Motto: Stick to the Planetary Health Diet, Recycle and Smile!
Auch im Kleinen kann man etwas bewirken. Mit Euch zusammen noch wesentlich mehr!

 

 

Text: Salla Kuhmo-Winkler, Juni 2022

 


[1] In Zahlen: 13,6 KG CO2 pro Kilo Rindfleisch vs. 0,1 KG CO2 pro Kilo Karotten.

KUNST-YOGA (seit 2021)

 

 Im Zentrum der durch Erwin Wurms »One Minute Sculptures« inspirierten Foto-Serie »KUNST-YOGA« steht eine bewusst-achtsame Interaktion mit Kunstwerken im gegenwärtigen Moment. Entweder auf die Werke reagieren. Oder sich in sie hineinspüren. Oder beides. Auf jeden Fall wichtig: einen persönlichen Zugang zur Kunst durch Yoga im Hier und Jetzt herstellen.

 

Diese Serie soll zu eigenen Interaktionen mit Kunstwerken anregen und dadurch  neue Perspektiven ermöglichen sowie Kreativität und Lebensfreude fördern.

 

»Yoga ist das Zur-Ruhe-Bringen aller Aktivitäten des Geistes.« (Patanjali)

 

ZUR BESINNUNG KOMMEN
Der Kopf braucht Freiraum zum Denken. Doch in unserer schnelllebigen Zeit meinen wir wertvolle Zeit zu vertun, wenn wir auf einem Bein balancieren oder mit geschlossenen Augen einfach nur dasitzen. Wir müssten doch eigentlich da draußen sein, auf der Jagd nach Erfolg und Reichtum.

John Naish: Genug. Wie Sie der Welt des Überflusses entkommen, Ulm 2010, S. 16.

 

SCHWÄBISCHE LANDSCHAFT 2.0, Wieland-Gymnasium (2020-21)

Die Wandmalerei im Foyer des Wieland-Gymnasiums in Biberach/Riss entstand im Kunst Leistungskurs 2020-2021 unter meiner Leitung. Den theoretischen Überbau lieferte das Schwerpunktthema: „Abbild und Idee in Landschaft und Stillleben“. Die Landschaft wurde durch einige charakteristische Gebäude in Biberach sowie die landschaftliche Umgebung Oberschwabens inspiriert. Auch zeitgenössische Künstler, wie der britische Maler, Grafiker, Bühnenbildner und Fotograf David Hockney, dienten als zusätzliche Anregung.

Es waren insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler vom Wieland-Gymnasium und
Pestalozzi-Gymnasium am Bild beteiligt: 
Sara Amzovski, Giulia de Felice, Karina Drescher, Rico Finkbeiner, Leonie Grosch, Lina Klein,
Lara Krafft, Anastasia Kretschmar, Martina Rätz, Pia Wenzler, Mara Ickenstein, Emily Wahner. 

 

Begegnungen, Museum Biberach (2020-21)

ALTE SÄCKE, NEUE KLEIDER, Deutsche Bundesbank (2018)

Früher umhüllten sie Millionen und Milliarden an Euro-Banknoten, jetzt hübschen sie Teenager auf: die Geldsäcke der Bundesbank. Seit einigen Jahren werden die Euro-Banknoten nicht mehr in Geldsäcke abgepackt, sondern in Kartons aufbewahrt. Gelegentlich hat man die alten Säcke schon beim Sackhüpfen auf Kindergeburtstagen gesehen, jetzt haben Schüler der zehnten Klasse des Wieland-Gymnasiums in Biberach aus Geldsäcken Kunst gemacht, die buchstäblich anziehend ist. Der Kunstkurs der zehnten Klasse fertigte nämlich aus ehemaligen Geldsäcken und anderen Kleiderteilen schicke »Redesign-Kleider« . Die Idee dazu hatte Kunstlehrerin Salla  Winkler, deren Ehemann Daniel Architekt ist und dessen Büro seit Ende 2015 die Brandschutzsanierung in der Filiale Ulm leitet. »Er hat mir von den Geldsäcken, die nicht mehr benötigt werden, erzählt. Und mir kam die Idee, im Stile von Vivienne Westwood hier Kleidung zu erstellen« , erinnert sich Salla Winkler. Ihr Mann fragte bei Ulms Filialleiter Oliver Knur an, ob er die Säcke verwenden könne. Und dieser erteilte nach Rücksprache mit der Betriebsorganisation in der HV in Baden-Württemberg die Zusage. »Wir haben aber vereinbart, dass die Kleider nicht gewerblich verkauft werden dürfen« , sagt Knur. Beim Sommerfest der Filiale Ulm am 21. Juli präsentierten die Kunstschülerinnen und in einer Modenschau den Filialbeschäftigten ihre kreativen Redesign-Klamotten, was dort gut ankam. Und nach den Säcken setzte das Gymnasium, das Kunst ab der achten Klasse als Hauptfachanbietet, noch etwas Kreatives mit Bankennoten-Schreddergut obendrauf. Im Rahmen eines Modellbaus wurden die Schredderabfälle genutzt, die für die Dächer der Modellbauten eine Art »Kunstrasen«  darstellen. »Das ist auch ein tolles Material«, schwärmt Kunstlehrerin Salla Winkler. Jetzt brauche ich aber erst mal die Sommerferien, um auf neue Ideen zu kommen.« 

 
Text: Matthias Endres, Deutsche Bundesbank, 2018

­­­­­­DADAVOLTE. NIES SREDNA, Wieland-Gymnasium (2016)

Audiovisuelle Installation im Rahmen der 16. Internationalen Musischen Tagung , Biberach/Riss

1916 erblickte der Dadaismus die Welt und drehte die bestehende Kunst auf den Kopf. Die revolutionäre Künstlerbewegung, benannt nach einem kleinen Holzpferd, protestierte im Namen der Kunstfreiheit gegen die bestehenden bürgerlichen Konventionen, die klassische Kunst und den herrschenden Ersten Weltkrieg. Die Künstler antworteten auf den sinnlosen Krieg mit sinnloser Kunst und setzten auf den Zufall, um eine Anti-Kunst herzustellen. Der Zufall wurde mit verschiedenen Techniken wie zum Beispiel Collage oder Dripping umgesetzt, welche auch wir eingesetzt haben, um durch das Mittel der Provokation (ähnlich wie die Dadaisten) für die Kunstfreiheit 2016 einzustehen.

 

Wir, die Klasse 10A, wünschen Ihnen viel Spaß bei der Ausstellung und hoffen, Sie vielleicht zu Ihrer eigenen Kunst-Revolte angeregt zu haben!

 

Bilder: Salla Kuhmo-Winkler,  Text: Greta Harnisch, Klasse 10A, Wieland-Gymnasium, Biberach

 


STEMPELAKTION, Staatsgalerie Stuttgart (2014)

Anlass: Junge Nacht
Thema: Jäger und Sammler

Die ersten 100 Besucher haben eine signierte Karte mit einem Original »Mooseler«- Stempel erhalten.

O.T. – FREIBILDER (2014)


Im Rahmen der »Talent im Land« Sommerakademie, Salem International College, Härlen

 Im Kunstkurs, welcher von Cornelia Feige und mir geleitet wurde, setzten sich die Teilnehmerinnen mit dem Thema »Freiheit« auseinander. Die Grundlage des künstlerischen Arbeitens bildeten die Freiheitsgrundrechte, welche durch Eingriffe in die innere und die äußere Freiheit eingeschränkt bzw. außer Kraft gesetzt werden können. Die Arbeiten zeigen sowohl inhaltlich als auch formal die individuell unterschiedlichen Zugänge der Stipendiatinnen zum Thema »Freiheit«, welche in Form von Fotografien festgehalten wurden.


WHAT´s happening? jugendhaus stuttgart (2013)


DRIPPING, PAINTING, SMOKING, Staatsgalerie Stuttgart (2012)

Im Rahmen der »Langen Nacht der Museen« wurde am 17. März 2012 eine Malaktion im Vortragssaal der Staatsgalerie Stuttgart zu sphärischen Klängen von Erkan Baran umgesetzt. Zu diesem Anlass wurden drei große Leinwände durch Overheadprojektoren unter Mitwirkung des Publikums zur Bildgestaltung eingesetzt. Als Inspiration dienten die Gemälde der Künstler William Turner, Claude Monet und Cy Twombly, welche anlässlich der Ausstellung »Turner,
Monet Twombly: Later Paintings«  in der Staatsgalerie zu sehen waren. 


Konzept: Salla Kuhmo-Winkler
Beteiligte: Marcel D´Apuzzo u.a.

 


CORPORATE IDENTITY I (2011-2012)

Das Swoosh-Logo von Nike ist allgegenwärtig. Die Namenspatronin ist die gleichnamige Siegesgöttin der griechischen Mythologie. Der Swoosh, das Logo von Nike, wurde für einige wenige Dollar von einer
US-amerikanischen Graphikdesign-Studentin Anfang der 1970er-Jahre umgesetzt.


Neben Werbeplakaten, T-Shirts und Schuhen gibt es den Swoosh mittlerweile auch als Tätowierung. Fotos von Swoosh-Fans - mit ihren Tattoos - lassen sich im Internet zahlreiche finden. Eine Zeitlang war der Swoosh das beliebteste Tattoo-Motiv in den USA.

Angeregt durch diese Art der Verbreitung des Swoosh, stellte ich 2011 unter Verwendung meines eigenen Markenzeichens, dem Mooseler, einige Fotos nach...Bis hin zur Tätowierung. Die Hirschgestalt ist durch den Hirschgott der keltischen Mythologie, den Cernunnos, dem Gott der Natur und des Waldes, inspiriert.

 

Fotoserie mit Mooseler, meinem Markenzeichen, als Sprühgrafik bzw. Tätowierung

CORPORATE IDENTITY II (2011)

Plakataktion in Amsterdam, Zürich, New York, London, Paris und Appenzell


OPENAIR CINEMA (2007)

6-teilige Fotoserie, temporäre Installation mit Bank und Schild auf zugefrorenem See. 
Sapso-See, Sotkamo, Finnland.


                                                                                                                                  Foto: Daniel Winkler

AKTION ZUM KAUFNIXTAG, 25. November 2006

Marsch mit mit leeren Einkaufswägen über die Königsstraße, die Haupteinkaufsmeile Stuttgarts

Ziel: auf den Kaufnixtag aufmerksam machen
Beteiligte: Sebastian Schäuffele, Berna Gülerbasli, Cornelia Feige, Anja Abele, u.a.